Warten oder handeln? Ölmarkt bleibt unberechenbar

Nach der kräftigen Preisrally der vergangenen Tage legen die Ölbörsen aktuell eine Verschnaufpause ein. Die Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau, doch von einer nachhaltigen Entspannung kann noch keine Rede sein. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt ungelöst und sorgt weiterhin für eine hohe Risikoprämie.

Zuletzt hat sich die Lage im Persischen Golf etwas beruhigt. Gleichzeitig scheint der Öltransport durch die Strasse von Hormus trotz der jüngsten Eskalation weiterhin zu funktionieren. Berichten zufolge wurden zahlreiche Tanker militärisch durch die Meerenge begleitet. Das nimmt kurzfristig etwas Druck aus dem Markt und bremst den weiteren Preisanstieg.

Zur zweiten Wochenhälfte ziehen die Frachtraten am Mittel- und Oberrhein erneut an. Grund dafür sind die fallenden Wasserstände, welche die Schifffahrt insbesondere Richtung Oberrhein zunehmend einschränken. Für Transporte in die Schweiz bedeutet dies wieder höhere Frachtkosten.

Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wie es politisch weitergeht. Neue Verhandlungen könnten die Ölpreise relativ schnell unter Druck setzen. Bislang gibt es dafür aber kaum konkrete Anzeichen. Das Risiko weiterer Angriffe und erneuter Störungen der Ölversorgung bleibt entsprechend hoch.

Seit Beginn des Konflikts sind die Rohölpreise bereits massiv gestiegen. Noch stärker betroffen sind Raffinerieprodukte wie Diesel, die zusätzlich durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine unter Druck stehen.

Börsendaten 03.09.2026 um 09:35
ICE-Gasoil Sep: 1426.00$
ICE-Brent Nov: 95.91$
NY-Rohöl WTI Okt: 87.63$
US-Dollar/CHF: 0.8093
Rheinfracht nach Basel: 165.00