Die Ölfutures starteten am Mittwoch mit einer neutralen bis leicht bearischen Tendenz, da Fortschritte bei einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und Iran sowie steigende US-Ölbestände die Preise belasteten. Im Tagesverlauf sorgten erneute Angriffe der Huthi-Miliz auf Tanker im Roten Meer zunächst für steigende Ölpreise. Später gaben die Preise jedoch wieder nach, nachdem Berichte über Gespräche zwischen Saudi-Arabien und den Huthi sowie erste Schätzungen einer höheren OPEC-Produktion im Juli den Preisanstieg bremsten. Während Brent und WTI ihre Tageshochs nach höheren US-Rohölvorräten nicht halten konnten, legte Gasoil aufgrund sinkender US-Destillatbestände weiter zu. Gleichzeitig teilte Iran mit, sich mit Oman auf eine sichere Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus geeinigt zu haben, was Hoffnungen auf eine Entspannung im internationalen Ölhandel weckte. Die zunächst auf zwei bis vier Monate ausgelegte Regelung könnte langfristig bestehen bleiben. Dennoch bleibt die Sicherheitslage angespannt, da die Huthi weitere Angriffe auf saudische Öltanker verübten und weitere Attacken ankündigten. Im Mittelpunkt der Märkte stehen nun die Verhandlungen zwischen den USA und Iran, da ein erfolgreicher Abschluss die Wiederaufnahme ungestörter Energieexporte ermöglichen könnte. In diesem Fall rechnen Marktbeobachter mit einem deutlichen Rückgang der Ölpreise, da Produktion und Lieferungen aus der Region wieder zunehmen würden. Entsprechend standen die Ölfutures am Donnerstagmorgen erneut unter Druck, sodass auch bei den Inlandspreisen Potenzial für Preisrückgänge besteht.
Börsendaten 06.08.2026 um 08:48
ICE-Gasoil AUG: 1158.00$
ICE-Brent OKT: 79.89$
NY-Rohöl WTI SEP: 75.56$
US-Dollar/CHF: 0.8081
Rheinfracht nach Basel: 230.00