Ölpreise steigen wegen neuer Spannungen im Nahen Osten

Die Ölpreise haben seit gestern wieder deutlich zugelegt. Sowohl Brent als auch WTI bewegen sich heute Morgen auf einem hohen Niveau. Die US-Ölsorte WTI näherte sich dabei der Marke von 95 Dollar pro Fass, konnte diese bisher jedoch nicht dauerhaft überschreiten.

Konflikte sorgen für Unsicherheit
Die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt der wichtigste Preistreiber. Besonders in der Strasse von Hormus sorgen erneute Angriffe auf Schiffe für Probleme. Obwohl die USA bereits den Transport von über 19 Millionen Fass Rohöl ermöglicht haben sollen, meiden immer mehr grosse Öltanker die Region. Dadurch wächst die Sorge vor Lieferengpässen.

Zusätzlich verschärfen Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien die Situation. Zuletzt wurde ein Gebäude des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco getroffen, wobei ein Brand ausbrach.

Zusätzliche Ölmengen könnten den Markt entlasten
Trotz der schwierigen Lage konnte Saudi-Arabien seine Ölförderung im September um rund 800'000 Fass pro Tag steigern. Die Produktion liegt allerdings weiterhin deutlich unter dem Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs. Gleichzeitig könnten steigende Diesellieferungen aus Russland für etwas Entspannung sorgen und den Preisanstieg begrenzen.

Auch die Nachfrageentwicklung bleibt ein Thema. Die OPEC hat ihre Prognose für das weltweite Nachfragewachstum im Jahr 2026 leicht gesenkt. Weitere Hinweise werden heute vom neuen Marktbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie den kommenden US-Lagerbestandszahlen erwartet.

Auswirkungen auf die Schweizer Heizölpreise
Für die Heizölpreise in der Schweiz zeichnet sich heute ein weiterer Anstieg ab. Grund dafür sind vor allem die deutlich höheren Gasoil-Preise vom Vortag. Die weitere Preisentwicklung bleibt unsicher. Während die Konflikte im Nahen Osten die Preise nach oben treiben, könnten zusätzliche Liefermengen und eine schwächere Nachfrage für Entspannung sorgen.
Fazit: Der Ölmarkt bleibt angespannt und die Preise dürften vorerst unter Aufwärtsdruck stehen. Für Schweizer Heizölkunden ist deshalb weiterhin mit Preisschwankungen zu rechnen. 

Unsere Empfehlung: Wer kurzfristig Heizöl benötigt, sollte mit der Bestellung nicht länger zögern. Mit den sinkenden Temperaturen steigt erfahrungsgemäss die Nachfrage, wodurch sich die Lieferfristen verlängern können. Eine frühzeitige Bestellung hilft, Engpässe zu vermeiden.

Börsendaten 14.10.2026 um 08:48
ICE-Gasoil NOV: 1466.25$
ICE-Brent DEZ: 105.90$
NY-Rohöl WTI NOV:  94.34$
US-Dollar/CHF: 0.8322
Rheinfracht nach Basel: 275.00