Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich erneut verschärft. Nach neuen US-Angriffen auf militärische Ziele reagierte der Iran mit Gegenangriffen in der Region. Damit rückt auch die Strasse von Hormus wieder stärker in den Fokus. Meldungen über Angriffe auf Tanker erhöhen die Unsicherheit zusätzlich.
Die Ölbörsen reagieren mit steigenden Preisen. Neben dem Nahostkonflikt sorgen eingeschränkte russische Exporte und tiefe US-Bestände bei Destillaten für zusätzlichen Preisdruck. Im Golf von Mexiko blieb die Ölinfrastruktur vom Tropensturm Edouard dagegen weitgehend verschont.
Solange sich im Nahostkonflikt keine Entspannung abzeichnet, dürfte die Risikoprämie an den Ölmärkten hoch bleiben. Besonders kritisch wäre eine stärkere Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus, da dies die internationale Ölversorgung zusätzlich belasten könnte.
Schweizer Markt
Für die Schweiz bleibt die Situation klar preisstützend. Die gestiegenen internationalen Ölpreise verteuern die Importe und führen bereits zu höheren Inlandspreisen. Damit bleibt auch bei Heizöl und Treibstoffen der Preisdruck bestehen.
Zusätzlich bleibt der Rhein ein wichtiger Faktor. Die Wasserstände zeigen wieder nach unten und für diese Woche wird kaum Niederschlag erwartet. Eine nachhaltige Entspannung ist deshalb vorerst nicht in Sicht. Weiter sinkende Pegel könnten die Transportbedingungen erschweren und die Kosten für Lieferungen in die Schweiz zusätzlich erhöhen.
Kurzfristig ist weiterhin mit erhöhten Preisen und stärkeren Schwankungen zu rechnen. Entscheidend bleibt die weitere Entwicklung im Nahen Osten und insbesondere rund um die Strasse von Hormus. Für den Schweizer Markt bleibt die Tendenz damit vorerst fest bis steigend.
Börsendaten 02.09.2026 um 08:55
ICE-Gasoil Sep: 1447.50$
ICE-Brent Nov: 95.61$
NY-Rohöl WTI Okt: 90.85$
US-Dollar/CHF: 0.8131
Rheinfracht nach Basel: 135.00