Ölmarkt bleibt stark nachrichtengetrieben

Ölmarkt bleibt stark nachrichtengetrieben

Die Ölmärkte starten am Dienstagmorgen mit leicht steigenden Notierungen. Nachdem Berichte über mögliche US-Sanktionserleichterungen gegenüber Iran die Preise am Montagabend deutlich belastet hatten, sorgt das Dementi von US-Präsident Trump nun wieder für Unterstützung. 

Der ICE Gasoil Oktober schloss am Montag um 17:30 Uhr bei 1'445,00 USD/t, 15,75 USD tiefer als am Freitag. Der Handel blieb mit rund 38'400 Kontrakten unter dem üblichen Niveau. Im Mittelpunkt bleiben die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie die Frage nach einer möglichen Öffnung der Strasse von Hormus. Irans Aussenminister sprach von neuen Vorschlägen, eine konkrete Einigung gibt es jedoch weiterhin nicht. 

Die steigenden Ölexporte aus der Golfregion wirken preisdämpfend, reichen aber aufgrund von Umwegtransporten und der anhaltenden Unsicherheit bislang nicht für eine nachhaltige Entspannung.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem US-Dieselmarkt und möglichen Massnahmen der US-Regierung. Heute Abend um 22:30 Uhr veröffentlicht das API seine Lagerdaten, morgen um 16:30 Uhr folgen die offiziellen US-Bestände.  

Für den Schweizer Markt bleibt die Warenversorgung aktuell sichergestellt. Die wieder laufende Raffinerie in Cressier entlastet die Versorgung, während das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein die Transportkapazitäten weiterhin einschränkt. Damit bleibt die Warenverfügbarkeit gewährleistet, das logistische Umfeld jedoch angespannt. 

 

 

Börsendaten 29.09.2026 um 08:56
ICE-Gasoil OKT: 1437.00$
ICE-Brent NOV: 106.85$
NY-Rohöl WTI NOV: 93.83$
US-Dollar/CHF: 0.8333
Rheinfracht nach Basel: 285.00