Ölmärkte zwischen Krisenangst und Hoffnung auf Entspannung

Die Ölfutures bleiben auf Richtungssuche: Während die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Persischen Golf die Preise weiterhin stützt, sorgen Gewinnmitnahmen und politische Unsicherheit für starke Schwankungen. ICE Gasoil legte am Dienstag deutlich zu und profitierte von der angespannten Versorgungslage sowie bullishen EIA-Prognosen für 2026.
 
Besonders der Konflikt rund um Iran und die Strasse von Hormus hält den Markt in Alarmbereitschaft. Gleichzeitig wächst die Hoffnung, dass das Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping zumindest diplomatische Impulse liefern könnte, auch wenn Washington klar priorisiert.

Der aktuelle EIA-Monatsbericht bestätigt kurzfristig eine akute Unterversorgung am Ölmarkt, während für 2027 bereits wieder ein deutlicher Angebotsüberschuss erwartet wird. Damit bleibt das Bild gespalten: kurzfristig bullish, langfristig eher bearish.

Zusätzlich Aufmerksamkeit erhielten die API-Bestandsdaten. Zwar sanken die Rohöl- und Destillatbestände erneut, doch der überraschende Aufbau Benzin könnte auf eine leichte Entspannung am US-Markt hindeuten. Entscheidend werden nun die offiziellen DOE-Daten am Nachmittag.