Hoffnung auf erneute Einigung drückt Ölpreise

Am Dienstag standen die Ölmärkte zunächst unter dem Einfluss preisstützender Faktoren wie den erneuten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, der niedrigen Raffinerieproduktion in Russland und der gesunkenen US-Rohölförderung. Im Tagesverlauf sorgten jedoch Berichte über Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran für einen deutlichen Preisrückgang. Im Fokus steht ein mögliches Abkommen zur Regelung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus, das den Öltransport erleichtern und die Versorgungssicherheit verbessern könnte. In der Folge fiel der Brent-Ölpreis erstmals seit Anfang Juli unter 80 US-Dollar je Barrel, während WTI knapp über der Marke von 75 US-Dollar blieb. Zusätzlich belasteten die Schätzungen des American Petroleum Institute (API), das steigende US-Rohöl- und Benzinbestände sowie sinkende Destillatbestände meldete. Die Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die offiziellen Bestandsdaten des US-Energieministeriums, die genauere Hinweise auf die Versorgungslage geben sollen. Trotz des Preisrückgangs bleibt der Ölmarkt angespannt, da die Rohölbestände in den USA weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau liegen. Gleichzeitig bestehen geopolitische Risiken fort, insbesondere durch die unsichere Lage an den wichtigen Schifffahrtsrouten in der Strasse von Hormus und der Meerenge Bab al-Mandab. Insgesamt überwiegt derzeit die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung, auch wenn die angespannte Versorgungslage und mögliche Konflikteskalationen die Ölpreise jederzeit wieder steigen lassen könnten.

 

Börsendaten 05.08.2026 um 08:56
ICE-Gasoil AUG: 1095.00$
ICE-Brent OKT: 79.09$
NY-Rohöl WTI SEP: 75.16$
US-Dollar/CHF: 0.8080
Rheinfracht nach Basel: 230.00