Eine interessante Entwicklung zum Wochenstart

Die Ölpreise starten mit deutlichen Verlusten in die neue Woche. Hoffnungen auf eine Entspannung zwischen Russland und der Ukraine drücken die Preise. Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Für Schweizer Heizölkunden zeichnet sich heute dennoch eine spürbare Entlastung ab.

US-Präsident Donald Trump hat erneut eine mögliche Vereinbarung zwischen Russland und der Ukraine angekündigt. Demnach sollen beide Seiten vorerst auf Angriffe gegen Energieanlagen verzichten. Die Märkte reagieren jedoch skeptisch, da bereits frühere Ankündigungen ohne konkrete Ergebnisse blieben. Zusätzlich hat Russland angekündigt, seine Diesel-Exportbeschränkungen teilweise aufzuheben. Rund 500'000 Tonnen Diesel könnten dadurch zusätzlich auf den Weltmarkt gelangen. Im Vergleich zu den jährlichen Exportmengen ist dies allerdings nur eine kleine Menge. Die Internationale Energieagentur (IEA) fordert deshalb weiterhin eine schnellere Freigabe von Dieselreserven, um die Versorgung zu verbessern.

Trotz der sinkenden Ölpreise sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheit. Ein Angriff der Huthi auf den Flughafen in Riad sowie erneute Angriffe auf Tankschiffe in der Strasse von Hormus verschärfen die Situation. Da die Meerenge eine wichtige Rolle für den weltweiten Öltransport spielt, könnten weitere Störungen die Preise rasch wieder steigen lassen. Die Ölsorte Brent notiert deshalb weiterhin über 100 Dollar pro Barrel. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Brent-Preisprognose für Dezember von 85 auf 90 Dollar angehoben. Die Experten rechnen längerfristig zwar mit einer Entspannung, sehen aber weiterhin erhebliche Risiken durch den Konflikt im Nahen Osten.

Die sinkenden Ölpreise sorgen auch in der Schweiz für spürbare Preisabschläge gegenüber Freitagvormittag. Damit öffnet sich für Heizölkunden ein interessantes Einkaufsfenster, um die eigenen Vorräte zu ergänzen oder den Tank wieder aufzufüllen. Gerade mit Blick auf die bevorstehende Heizperiode kann es sinnvoll sein, den aktuellen Preisrückgang zu nutzen. Wer seinen Tank nicht vollständig füllen möchte, kann auch mit einer Teilbestellung dafür sorgen, dass die Heizölreserven bis ins Frühjahr reichen.

Fazit: Die aktuellen Preisnachlässe bieten eine gute Gelegenheit, den eigenen Heizölbestand zu überprüfen und bei Bedarf aufzustocken. Ob die Preise weiter sinken, bleibt angesichts der politischen Unsicherheiten offen. Ein Blick auf die aktuellen Heizölpreise kann sich deshalb lohnen.

 

Börsendaten 12.10.2026 um 09:21
ICE-Gasoil OKT: 1441.00$
ICE-Brent DEZ: 104.26$
NY-Rohöl WTI NOV: 91.24$
US-Dollar/CHF: 0.8315
Rheinfracht nach Basel: 275.00